Wasserverband Knoblauchsland Körperschaft des öffentlichen Rechts
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Chronik des Verbandes:
Der Wasserverband Knoblauchsland wurde am 17.Mai 1960 gegründet. Die damals bestehende Bewässerungsproblematik wurde durch die Entnahme von Grundwasser vor Ort gelöst. Die überwiegend leichten Sandböden und die unter den Durchschnitt liegenden Niederschläge mit oftmaligen Trockenzeiten verlangten zwingend nach einer ausreichenden Beregnung. Der Verbraucher verlangt schließlich höchste Qualität und Frische unseres Gemüses.
Mit Gründung des Verbandes wurden ab 1960 360 ha Beregnungsfläche versorgt. Die erste Erweiterung der Beregnungsfläche fand 1974 mit dem 2. Bauabschnitt statt. Hier konnten nun 560 ha versorgt werden. Mit dem Beileitungsprojekt aus dem Regnitztal das 1997 begonnen und 2005 fertig gestellt wurde, werden nun 830 ha Beregnungsfläche versorgt.
Durch die stetig weiter strukturierte Gemüseanbaufläche änderte sich die Wasserbeschaffung durch den Verband von 1964 mit
ca. 300.000m³ auf ca. 1,8 Mio. m³ im momentanen Jahresmittel für 830 ha.
Somit war eine komplett neue Technik nötig, um den nächsten Jahren gerecht zu werden und den Gemüseanbau im Knoblauchsland zu sichern.
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Beregnung von 1964 bis 2005:
Von 1964 bis 2004, als das Projekt „Beileitung von Beregnungswasser aus dem Regnitztal“ die „alte Technik“ ablöste wurde das
Beregnungswasser über 49 Einzelanlagen beschafft und auf den Feldern verteilt. Die Gesamtberegnungsfläche von 560 ha wurde
von 24 Kleinanlagen (bis 8 ha Beregnungsfläche) und 25 Speicherbeckenanlagen versorgt. Die Tiefe der 58 Brunnen lag im
Durchschnitt bei 60m , bei 8 Brunnen bis 120m. Das unterirdisch verlegte Versorgungsnetz betrug 75 Km.
Die Beregnungsgrundstücke waren mit 930 Hydranten und Wasserzählern ausgestattet.
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Das Projekt „ Beileitung von Beregnungswasser aus dem Regnitztal für das Knoblauchsland
Warum das Projekt?
Übernutzung des oberen Grundwasservorkommens. Messungen im Sommer zeigten die flächige Ausbildung eines Absenktrichters.
Die von Herbst bis Frühling stattfindende Grundwasserneubildung reichte nicht aus.
Daraus folgt:
- Durch den sich bildenden Absenktrichter und die dadurch bedingte geringe Regeneration nahm die Nitratbelastung des Grundwassers zu.
- Das Wasserdargebot des 1. Grundwasserstockwerkes war weitgehend erschöpft; eine pflanzengerechte Beregnung somit nicht mehr möglich.
- 8 Tiefbrunnen mit 120 m Tiefe verbanden das 1. und 2. Grundwasserstockwerk. Durch den verschleppten Eintrag von Nitrat aus dem 1. Grundwasserstockwerk wurde das Grundwasser im 2. Stockwerk gefährdet.
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Die Ziele:
- Schutz des Grundwasserreservoirs des Knoblauchslandes
- Deckung des heimischen Gemüsebedarfs
- Sicherung von landwirtschaftlichen Arbeitsplätzen und der bäuerlichen Existenz im Großraum Nürnberg / Fürth
- Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit des Landwirtschaftsstandortes Knoblauchsland
Maßgeblich für die Umsetzung der gesteckten Ziele war das Beileitungsprojekt. Das Projekt wurde unter der fachtechnischen Leitung des Wasserwirtschaftsamtes Nürnberg sowie der Unterstützung der Aufsichtsbehörden der Städte Nürnberg und Fürth, durch den Wasserverband Knoblauchsland verwirklicht. |
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Beregnung ab 2005:
Seit dem Frühjahr 2005 steht dem Wasserverband nun eine moderne, umweltfreundliche und leistungsfähige Brunnenfassung mit modernen Druckpumpwerken zur Verfügung. Diese versorgen 830 ha Anbaufläche mit Beregnungswasser.
Technik:
Brunnenfassung mit 12 Brunnen im Wiesengrund Fürth(Kapellenruh) Leistungsfähigkeit bis zu 600 l/s
Hauptleitung (DN600) zum Befüllen der Hochbehälter (6000m³ Fassungsvermögen je Behälter) quer durch das Verbandsgebiet (Kapellenruh bis Almoshof)
7 Druckpumpwerke mit einer Leistung von 0—1000m³/h
Ca. 150 km Druckrohrleitungsnetz mit ca. 1500 Hydranten an denen die Betriebe Beregnungswasser an den Äckern entnehmen können.
Steuerung des gesamten Systems über ein Prozessleitsystem
Baukosten:
Das Projekt wurde durch 50% Eigenbeteiligung der Mitglieder und 50% staatlichen Zuschüssen finanziert.
Die Baukosten betrugen 16,3 Mio. €.
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